Morgen kann kommen

„Wir sind mit dem Geschäftsjahr 2019 sehr zufrieden und werden auch in diesem Jahr die gute Entwicklung unserer Volksbank Gronau-Ahaus eG fortsetzen“, fassen Frank Overkamp, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Gronau-Ahaus eG und sein Vorstandskollege Michael Kersting im diesjährigen Bilanzpressegespräch das zurückliegende Geschäftsjahr zusammen. Dabei werden sie seit Beginn des Jahres von einem bekannten Gesicht unterstützt. Franz-Josef Gebker ist seit dem 01. Januar 2020 neuer Generalbevollmächtigter und führt das Team der Beraterbank. Der Eperaner, der einst seine berufliche Laufbahn bei der Volksbank Gronau-Ahaus eG begann, arbeitete zuletzt als Leiter der Deutschen Apotheker- und Ärztebank eG in der Niederlassung Münster. Dort war er maßgeblich für den Bereich Private-Banking verantwortlich. Der 59-jährige wechselt nun nach über 30 Jahren von Münster nach Gronau zurück, um dort den Bereich Private Banking in der Beraterbank auszubauen. „Ich möchte meine Erfahrungen im gehobenen Kundenklientel nutzen, um den Bereich Private-Banking auf- und auszubauen und zum Wohle der Kunden einzusetzen", erklärt Gebker. Denn das liege ihm ganz besonders am Herzen. Er blickt der reizvollen wie auch spannenden Herausforderung mit großer Freude entgegen und sieht große Potenziale im Geschäftsgebiet der Volksbank Gronau-Ahaus eG.

Auch Overkamp und Kersting zeigen sich erfreut über die Verstärkung und ergänzen direkt: „Wir warten nicht auf die Zukunft, wir gestalten Sie jetzt - und das gemeinsam!“

Dieser Leitspruch bezieht sich auf die Einführung der Dachkampagne „Morgen kann kommen“, die als richtungsweisend für das neue Jahrzehnt gelten soll. Das neue Motto der Volksbanken und Raiffeisenbanken gilt als Startschuss für das nachhaltige und vorausschauende Wirken der genossenschaftlichen Banken im aktuellen Jahrzehnt. Leitlinien und Werte wie Gemeinschaft, ein „Wir-Gefühl“, Heimat und Regionalität sollen so zunehmend gestärkt werden. Auch die Volksbank Gronau-Ahaus eG blickt positiv in die Zukunft und ist auch auf Grund des zurückliegenden Geschäftsjahres für „Morgen“ gewappnet. „Das Bankgeschäft hat in den vergangenen Jahren enorme Veränderungen mit sich gebracht. Wir waren und sind gut beraten, uns mit diesen Veränderungen immer so früh wie möglich auseinander zu setzen, um aus unserer starken Position heraus agieren zu können und nicht irgendwann reagieren zu müssen“, verdeutlicht Overkamp.

Dass dies den knapp 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch im Geschäftsjahr 2019 mehr als gelungen ist, belegen die Zahlen zum Jahresabschluss.

Eine der wichtigsten Bank-Kennzahlen ist die Bilanzsumme und zeichnet die Volksbank Gronau-Ahaus eG als eine der erfolgreichsten Genossenschaftsbanken Deutschlands aus. „Die Bilanzsumme wuchs um 6,9 % auf 3,4 Mrd. Euro und damit ein weiteres Mal stärker, als wir es zum Jahresanfang erwartet haben. Ausschlaggebend dafür war die ungebrochen hohe Nachfrage unserer Mitglieder und Kunden nach Krediten auf der einen Seite und nach sicheren Anlagemöglichkeiten auf der anderen Seite“, berichtet Frank Overkamp. Ein insgesamt starkes Ergebnis, welches allein der Treue der Mitglieder und Kunden zur Volksbank Gronau-Ahaus eG zu verdanken ist.

Der Traum vom Eigenheim ist dabei der Hauptgrund für die steigende Nachfrage an Kundenkrediten. „Der Bestand an Kundenkrediten stieg insgesamt über alle Kundengruppen hinweg um ebenfalls beachtliche 6,7 % auf 2,8 Mrd. Euro. Für den erneuten Wachstumsschub sorgten wiederum vor allem die Kredite an den heimischen Mittelstand sowie für Immobilienfinanzierungen“, informiert Michael Kersting und ergänzt: „Mit rund 800 Immobilienfinanzierungen zum Kauf oder für einen Neubau konnten wir vielen Menschen den Traum von den eigenen vier Wänden ermöglichen.“ Die vielen neu erschlossenen Baugebiete, u.a. in Ahaus (Hoher Kamp West), Gronau-Epe (Saarstraße) und Legden (Roggenkamp) und in Vreden-Ellewick (Nienkamp) tragen einen erheblichen Teil dazu bei, dass Kunden sich mehr und mehr mit Krediten und Baufinanzierungen auseinandersetzen. Die Volksbank Gronau-Ahaus eG steht allen, die in Immobilien investieren wollen, immer gerne als starker Partner zur Seite und half im vergangenen Jahr bereits 800 Familien dabei, sich im Zuge eines eigenen Bauprojektes selbst zu verwirklichen und sich einen Lebenstraum zu erfüllen.

Auch die Tochtergesellschaft der Volksbank bekommt tagtäglich zahlreiche Anfragen zu Immobilien. „Mithilfe der Volksbank Gronau-Ahaus Immobilien GmbH konnten wir Immobilien im Wert von 23,2 Mio. Euro vermitteln. Hinzu kommt die Vermittlungsleistung der GN Münsterland Immobilien GmbH, die das Immobilienangebot um Objekte in und um Münster herum ergänzt,“ so Frank Overkamp.

Doch die Volksbank Gronau-Ahaus eG investiert auch in ihre eigenen Filialen und somit auch in die Kontaktpunkte mit ihren Kunden und Mitgliedern. Nach der Modernisierung der Filialen in Alstätte, Wüllen, Vreden, Heek, Legden und Metelen, im Vorjahr folgten im Jahr 2019 die Filialen in Schöppingen, Nienborg und Graes sowie der Ausbau an der Enscheder Straße in Gronau. In Ahaus investiert die Volksbank Gronau-Ahaus eG 8,5 Mio. Euro und hat mit dem Neubau eines neuen Bankgebäudes an der Parallelstraße begonnen. Frank Overkamp betont: „Dort werden wir Ende 2020 ein neues, nach modernsten Gesichtspunkten gestaltetes, repräsentatives neues Zuhause finden. Darüber hinaus haben wir in Wessum ein Grundstück an der Hamalandstraße erworben, auf dem wir ebenfalls eine neue Geschäftsstelle errichten werden. Sie können also sehen, dass wir uns von allen anderen, auch regionalen Wettbewerbern, deutlich unterscheiden. Wir schließen nicht Filialen, sondern investieren in die Kontaktpunkte vor Ort.“ Und Michael Kersting ergänzt: „Damit haben wir fast alle Filialen in den letzten fünf Jahren erneuert und den veränderten Kundenwünschen angepasst. Wir setzen damit ein klares Zeichen für unsere die Präsenz vor Ort.“

Denn der persönliche Kontakt zu den Kunden und Mitgliedern ist das, was die Volksbank Gronau-Ahaus eG als genossenschaftliche Bank auszeichnet. Es besteht der Anspruch, für jeden Kunden in den Filialen vor Ort zu sein und als Ansprechpartner zu dienen. „Gerade das ist es ja, was uns ausmacht und warum die Kunden zu uns kommen. Weil wir zu dem stehen, was wir sagen und weil unser Geschäftsmodell eben nicht der kurzfristige, schnelle Erfolg ist. Wir wollen unsere Kunden ihr Leben lang begleiten. Und zwar immer auf Augenhöhe und im gegenseitigen Austausch. Und das spüren unsere Kunden auch“, ergänzt Frank Overkamp noch einmal deutlich.

Alle Kunden und Mitglieder können vom dichten Filialnetz der Volksbank Gronau-Ahaus mit 23 Filialen, 7 SB-Automaten und über 50 Geldein- und -auszahlungsgeräte im ganzen Geschäftsgebiet nur profitieren.

Auch die genossenschaftlichen Verbundpartner der Volksbank Gronau-Ahaus eG - Union Investment, Bausparkasse Schwäbisch Hall und R+V Versicherung - sind im Geschäftsgebiet präsent, stehen den Mitgliedern und Kunden mit Rat und Tat zur Seite, und ermöglichen ihnen ein Rundum-Sorglos-Paket mit zahlreichen Leistungen.

„Von unserem Allfinanzangebot profitieren in besonderer Weise unsere 33.586 Mitglieder. Ganze 1.615 Personen sind im Jahr 2019 von Kunden zu Mitgliedern geworden, was uns als genossenschaftliche Bank positiv stimmt. Auf insgesamt sechs Mitgliederinformationsversammlungen sind wir mit über 1.000 Mitgliedern in den Dialog gegangen. Erstmals fand die Veranstaltung auch in Vreden statt. Über die Dividende werden die Mitglieder wieder am Ergebnis der Bank teilhaben“, freut sich Frank Overkamp.
Weiterhin fügt er hinzu: „Sich auf den Erfolgen auszuruhen, wäre falsch. Für den Erfolg von Morgen ist es notwendig, sich frühzeitig mit Trends und Entwicklungen zu beschäftigen. Das haben wir getan und die Erwartungen der Kunden einerseits und die Möglichkeiten, die die Digitalisierung andererseits bieten, analysiert und in unsere Systeme integriert. Denn gemäß dem neuen Motto kann „Morgen“ tatsächlich kommen – denn wir sind darauf vorbereitet.“ Franz-Josef Gebker verweist dabei auf den Aspekt der Digitalisierung: „Beispielsweise haben sich die Ansprüche der Kunden an die Kommunikation und die Bankbetreuung durch die Digitalisierung sehr stark verändert. Hier bieten wir selbstverständlich die gesamte Palette der Online-Möglichkeiten an und ergänzen diese regelmäßig um weitere Angebote. All diese Angebote unterstützen und ergänzen unseren Service vor Ort.“

Ein wichtiger Meilenstein im vergangenen Jahr war die Einführung des Hausbankmodells zum 01. Oktober 2019. Vorstandvorsitzender Frank Overkamp erklärt: „Für den weit überwiegenden Teil unserer Mitglieder und Kunden sind wir die Hausbank. Sie nehmen unsere Beratung und unser Angebot mehrfach in Anspruch. Unsere Kunden werden nun dafür belohnt, indem sie für ihre Treue Geld zurückbekommen.“ Im Rahmen des genossenschaftlichen Ansatzes werden den Kunden, die intensiv mit der Volksbank Gronau-Ahaus eG zusammenarbeiten, je nach Nutzung des Angebotes Sterne gutgeschrieben. Je mehr Sterne gesammelt werden, desto höher fällt die Gutschrift aus, die einmal pro Jahr als Treuebonus an den Kunden ausgezahlt wird. Am Ende eines jeden Quartals wird der aktuelle Status ermittelt und in die Stufen Basis, Bronze, Silber und Gold unterteilt. So ist sichergestellt, dass der gesamte Prozess für den Kunden transparent dargestellt wird und ihn sein Bankberater bestmöglich unterstützen kann. Trotz anfänglicher Skepsis seitens der Kunden sind diese mittlerweile davon überzeugt, vom Hausbankmodell zu profitieren. Denn die Volksbank Gronau-Ahaus eG konnte schon jetzt anteilig für die letzten drei Monate den Kunden knapp 100.000 Euro gutschreiben. „Für uns ist es ein Privileg, dass unsere Kunden und Mitglieder uns oft über Jahrzehnte hinweg begleiten und die Treue halten. Wir verstehen uns als regionales Ökosystem und möchten ihnen in diesem Sinne wertschätzend und auf Augenhöhe begegnen. Deshalb ist es uns ein besonderes Anliegen, unseren Kunden und Mitgliedern etwas zurückzugeben,“ so Overkamp.

Doch bei allen Erfolgen ist es besonders wichtig, den Blick auch auf die Herausforderungen und Prüfungen zu lenken, denen sich die Volksbank Gronau-Ahaus eG im vergangenen Jahr stellen musste und auch zukünftig stellen wird. Gerade als Bank ist es zwingend erforderlich, die weltweite Zinspolitik genauestens im Auge zu behalten und zu beobachten. Da die EZB an ihrer Negativzinspolitik festhält, sind in Zeiten des andauernden Niedrigzinsumfeldes nicht nur die Kunden, sondern auch die Mitarbeiter der Volksbank Gronau-Ahaus eG zunehmend für das Thema Negativzinsen und Verwahrentgelte sensibilisiert. Bislang blieben die Einlagen der Privat- und Firmenkunden unangetastet und die Volksbank Gronau-Ahaus eG hat den wirtschaftlichen Nachteil des, von der EZB erhobenen, Negativzinses von aktuell -0,5% selbst getragen. Doch jetzt wird auch die Volksbank Gronau-Ahaus eG nicht mehr umhinkommen, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Für die Volksbank Gronau-Ahaus eG steht das Wohl der Kunden und Mitglieder an oberster Stelle. Deshalb ist es besonders wichtig, eine Transparenz der Thematik zu schaffen und aktiv mit den Beratern nach Lösungen zu suchen, wie auch heute noch Renditen oberhalb der Inflationsrate erzielt werden können. „Denn nur so bleibt der Anleger vor einem Realverlust verschont“, betont Franz-Josef Gebker. Dank unserer genossenschaftlichen Beratung haben unsere Kunden an der Wertermittlung den Aktienmärkten partizipiert und Kursgewinne im Gesamtwert von rund 44 Mio. Euro erzielt.

Doch nicht nur die weltweite Niedrigzinsphase der EZB ist eine große Aufgabe für die Volksbank Gronau-Ahaus eG, die es zu lösen gilt und der sich tatkräftig angenommen wird. Auch die interne technische Umstellung imorgen m vergangenen Jahr auf das Banksystem agree21 stellte jeden Mitarbeiter vor eine große Herausforderung. Das neue System stellt die IT-Struktur der Bank für die nächsten Jahre dar. Obwohl die Umstellung im März 2019 erfolgte, ist sie für viele Mitarbeiter noch immer präsent. Frank Overkamp ist sich indes bewusst, dass die Veränderung groß war, die Umstellung aber von langfristigem Erfolg gekrönt sein wird. Sein Dank gilt insbesondere den Mitarbeitern: „Ich kann allen Mitarbeitern an dieser Stelle nur noch einmal meinen Dank aussprechen, für all die viele Arbeit, die sie investiert haben, damit agree21 ein voller Erfolg wird. Dass diese Umstellung keine leichte war, ist auch uns bewusst. Umso mehr wissen wir ihre Bemühungen zu schätzen, sich in das neue System einzuarbeiten und das Beste aus der uns vorgegebenen Situation zu machen.“

Der Vorstand ist nicht nur stolz auf die Leistungen und Bemühungen der Mitarbeiter, sondern auch auf die guten bis sehr guten Prüfungsergebnisse der Auszubildenden. „Seit Ende Januar verstärken unsere ‚10 frisch gebackenen‘ Bankkaufleute das Team der Volksbank Gronau-Ahaus eG. Wir setzen auf unseren eigenen Nachwuchs und möchten möglichst viele Stellen aus eigenen Reihen besetzen. „Wir freuen uns deshalb sehr, dass wir als großer Arbeitgeber in der Region auch in diesem Jahr wieder alle Auszubildenden übernommen haben, so Michael Kersting. Dass die Volksbank Gronau-Ahaus eG ein lukrativer Arbeitgeber ist, ist auch an der Gesamtsumme der ausgezahlten Nettogehälter ersichtlich, die 10,4 Mio. Euro beträgt.

„Gleichwohl suchen wir nichts zuletzt auch wegen der altersbedingten Abgänge und der hohen Nachfrage nach unserer Dienstleistung aktiv Verstärkung von ‚außen‘. Seit Anfang 2019 konnten wir weitere 24 neue KollegInnen begrüßen. Und wir sind noch immer auf der Suche nach engagierten Menschen für unterschiedlichste Aufgaben, um unser Beratungsangebot für unsere Kunden entsprechend hoch halten zu können“, so Kersting weiter.

Ein hohes Engagement zeigt sich nicht nur seitens der Mitarbeiter, sondern  auch durch die Spenden- und Sponsoringleistungen in Höhe von 531 TSD Euro, mit denen die Volksbank Gronau-Ahaus eG im vergangenen Jahr Vereine, Schulen, Kindergärten und viele weitere caritative, kirchliche und öffentliche Einrichtungen oder Organisationen bezuschusst hat.
Dabei stand und steht vor allem die Jugend im Fokus der Volksbank Gronau-Ahaus eG: Im vergangenen Jahr wurden bereits viele Jugendmannschaften mit Trikotsätzen ausgestattet und das Ziel ist, viele weitere Nachwuchskicker in den gebrandeten Trikots zahlreiche Tore erzielen zu sehen.

Ein weiteres, damit einhergehendes Projekt, ist das Crowdfunding. Gemäß dem genossenschaftlichen Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ möchte die Volksbank Gronau-Ahaus eG ihre Kunden dazu mobilisieren, die Augen offen zu halten und auch selbst einen kleinen Beitrag in einem festgelegten Zeitraum für regionale Projekte zu spenden. Bis zum Erreichen des eingestellten Crowdfunding-Ziels, erhöht die Volksbank Gronau-Ahaus eG die eingegangenen Spenden um 20% und hilft somit bei der Realisierung des Projektes. Über das Portal "Viele schaffen mehr", auf der Homepage der Volksbank Gronau-Ahaus eG, können Kunden einsehen, bei welchen gemeinnützigen Projekten in der Region es noch ein wenig finanzieller Unterstützung bedarf.

„Alle genannten Maßnahmen dienen dazu, jetzt und in Zukunft persönlich, kompetent und nah als verlässlicher Partner in der Region bei unseren Mitgliedern und Kunden sein zu können. Entscheidend wird künftig die optimale Verzahnung von digitalen Angeboten mit persönlichem Service und Beratung sein. So sind wir als starke genossenschaftliche Bank breit aufgestellt und für die Zukunft gewappnet – Morgen kann definitiv kommen“, so Frank Overkamp, Michael Kersting und Franz-Josef Gebker zum Abschluss des Bilanzpressegesprächs.