Viele schaffen mehr!

Volksbank schaltet Crowdfunding-Plattform für gemeinnützige Vereine

Gronau, 13.05.2016

Die Volksbank Gronau-Ahaus eG geht neue Wege und überträgt das Genossenschaftsmodell auf die Förderung gemeinnütziger Vereine, Verbände und Einrichtungen. Die Plattform „Viele schaffen mehr“ ist die Fortsetzung in der Gemeinwohlförderung, was vor über 150 Jahren mit „Was einer nicht schafft, das schaffen viele“ überschrieben wurde und zur Gründung zahlreicher Genossenschaften führte. Mit dem neudeutschen Begriff „Crowdfunding“ wird die Realisierung von gemeinsamen Projekten durch den Beitrag vieler bezeichnet.

Ein Kunstrasen für den Sportverein, ein Klettergerüst für den Kindergarten oder die Anschaffung neuer Instrumente für den Musikverein – die Vereine und Einrichtungen in der Region haben viele Ideen, wie sie ihre Aufgaben noch besser erfüllen und das Umfeld für ihre Mitglieder schöner gestalten können. Doch häufig fehlt es an den finanziellen Mitteln, und Spenden für größere Summen lassen sich nur schwer finden. Hier setzt das neue Projekt „Viele schaffen mehr“ der Volksbank Gronau-Ahaus eG an. Sie möchte den Vereinen und Institutionen mit Hilfe einer Crowdfunding-Plattform im Internet helfen, ihre gemeinnützigen Projekte zu realisieren.

Crowdfunding verbindet den Fördergedanken mit den Möglichkeiten der digitalen Medien: Eine Vielzahl von Menschen finanziert mit kleinen Spenden gemeinsam Projekte und ist so eine Hilfe zur Selbsthilfe. Einzelne oder wenige Personen haben eine Idee oder ein Konzept für ihre gemeinnützige Institution. Aber es fehlen die finanziellen Mittel. Mit Crowdfunding wird das Vorhaben der Öffentlichkeit vorgestellt, es werden Fans und Unterstützer gewonnen und mit dem Beitrag vieler kann Gutes bewirkt werden. Crowdfunding ist transparent, modern und fördert Projekte in der Region und vor allem für die Region. Die Volksbank Gronau-Ahaus eG ist die erste Genossenschaftsbank im Münsterland, die eine solche Plattform betreibt. Die gesamte Präsentation und Abwicklung der Projekte ist für jedermann nachvollziehbar und erfolgt über entsprechende Webseiten, die über die Homepage der Bank aufgerufen werden können.

Der Startschuss ist gefallen, einige gemeinnützige Einrichtungen/Vereine nutzten bereits in der Pilotphase die Möglichkeit, ihr Projekt über Crowdfunding einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Projekte sind dabei ganz unterschiedlich: Da ist zum Beispiel das Jugendblasorchester, das neue Klarinetten anschaffen möchte, die KAB St. Josef Alstätte, die Unterstützter für die Anschaffung einer großen aufblasbaren Wasserrutsche sucht oder die Kita DRK-Familienzentrum, die „Globales Lernen“ für die Kindergartenkinder ermöglichen möchte.
Damit ein Projekt für Crowdfunding infrage kommt, muss es nur drei Voraussetzungen erfüllen: Es muss gemeinnützig sein, aus der Region stammen und darf zwischen EUR 2.500,00 und maximal EUR 25.000,00 kosten. Sind die Kriterien erfüllt, können sich die Vereine unter vbga.viele-schaffen-mehr.de registrieren und ihr Projekt beschreiben. Anschließend folgt eine Startphase, in der Fans für das Projekt gesammelt werden. Nur die Projekte, die die Fürsprache genügender Fans gefunden haben, werden für die Finanzierungsphase freigeschaltet. Ab diesem Zeitpunkt haben alle Interessierten drei Monate Zeit, ihren finanziellen Teil zur Umsetzung des Projekts beizutragen.  Neben der Möglichkeit, die Zuwendung steuerlich geltend machen zu können, erhalten die Spender von den Projektinitiatoren ein individuelles Dankeschön. Auch die Volksbank Gronau-Ahaus eG leistet ihren Beitrag zu den Vorhaben: Sie stockt die gesammelte Spendensumme um 20 % auf.

Die Volksbank Gronau-Ahaus eG ruft dazu auf, Projektideen über die Plattform einzureichen. Das geht ganz einfach unter vbga.viele-schaffen-mehr.de Weitere Informationen hierzu erhalten Interessierte auf der Plattform und in allen Filialen der Volksbank Gronau-Ahaus eG.

Von links: Margrit Florack, Gregor Ahler, Markus Weiß und Christoph Ahler. Foto: Martin Borck